Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär. ;)

Mit diesem Zitat, von Hans Krankl, möchte ich meine Analyse zur Grünen Aufstellung für die Wien Wahl 2015 beginnen. Ich habe mir extra Zeit genommen und gut über das was am 14.2 passiert ist, nachgedacht.

Was ist passiert? Nicht viel: Die Grünen Wien sind zusammengekommen und aus einer Schar an guten bis sehr guten Kandidat_innen haben sich am Ende ein paar wenige auf wählbaren Plätzen durchgesetzt. Ich selbst bin ab Platz 5 ins interne Rennen gegangen. Und wenn man mich jetzt fragt, wie es bereits viele getan haben, ob ich denn mit Platz 18 zufrieden bin, dann lautet meine Antwort: Wollte ich auf Platz 18, wäre ich ab Platz 17 eingestiegen. 😉

Ja, Platz 18 ist nicht das was ich wollte, aber ehrlich gesagt: Wahlen sind ja auch kein Wunschkonzert. Und es ist ja nicht so, dass auf den Plätzen 1-17 Menschen sind, die ich nicht schätze oder von denen ich glaube, dass sie keine guten Gemeinderät_innen werden könnten. Nein, ich bin stolz auf Platz 18 und Teil dieses Grünen Teams zu sein. Jede andere Partei würde sich alle zehn Finger abschlecken, wenn sie so eine Auswahl hätte. Andere haben viel weniger qualifizierte und fähige Personen für zum Teil viel mehr Plätze. Genau das gehört geändert. Und da sehe ich Platz 18 als Geschenk. Ich bin ein Macher, einer der Politik am liebsten bei den Menschen draußen auf der Strasse lebt. Ich liebe es, Wahl zu kämpfen und Menschen von unseren Ideen und guten Absichten zu überzeugen. Wenn es nach mir ginge, könnte und würde ich 365 Tage im Jahr Hausbesuche machen oder Infostände oder auch Diskussionsveranstaltungen; Hauptsache eine Politik nah bei den Menschen.

Wien braucht uns Grüne. Heute mehr denn je. Die stets steigenden Wohnungspreise, die weiter kletternden Arbeitslosenzahlen, die sozialen und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und die Probleme im Bildungsbereich. All das ist nur mit uns GRÜNEN zu lösen. Und dazu braucht es viel mehr als die jetzigen, aktuellen Gemeinderatsmandate. Ich will gemeinsam mit euch das Unmögliche versuchen und bin auch nicht traurig wenn es am Ende doch nicht langt. Aber ich wäre traurig und enttäuscht von mir selbst, hätte ich es erst gar nicht versucht. Ja, ich meine es ernst. Ich rufe das #race18 aus. 18 Mandate klingen illusorisch. Meinetwegen. Aber 16-17% an Grünen Stimmen in der Stadt klingt für mich alles andere als illusorisch, es klingt für mich immer noch zu wenig.

Wir haben in den ersten 5 Jahren Rot-Grün viel dazu gelernt. RotGRÜN Teil 2 ist deshalb so wichtig für die Stadt, weil wir diese Zeit brauchen um mehr vom roten Wurzelwerk aus der Stadtverwaltung raus zu reißen und unserem Wien neben dem bloßen Verwaltungsdenken auch wieder echten, nachhaltigen Gestaltungswillen einzuhauchen.

Wien darf dabei ruhig zum Vorbild für ganz Österreich werden. Da gibt’s eine Menge zu tun. Mir und euch wird also in den nächsten 5 Jahren und darüber hinaus sicher nicht fad.

Was mich an meinem Platz besonders freut? In unmittelbarer Nähe vor mir stehen viele Menschen, denen ich das Gemeinderatsmandat aber so was von vergönne: Eine Julia Balatka oder eine Ursula Berner, die über Jahre im grünen Neubau bewiesen haben, aktiv gestalten zu können. Ein Niki Kunrath, von dem ich meine, dass niemand den ich kenne , es mehr verdient, über getane Arbeit ins Rathaus zu kommen. Oder ein Daniel Landau, für mich – neben dem ganzen Quereinsteiger blabla – vor allem eins: ein wahrer Bildungsexperte und genau das was wir die nächsten Jahren brauchen. Und last but not least: Hans Arsenovic. Man mag nicht immer mit all seinen Ansichten und Aussagen übereinstimmen, aber es freut mich, dass wir Grüne erkannt haben, dass es genau solche Menschen wie Hans im Grünen Wien braucht. Er verbreitert uns und ist ein unheimlich wichtiger Impuls nach außen. Die mitgebrachte Wirtschaftskompetenz ist da nur das Goodie obendrauf. Und hinter mir auf Platz 19 die großartige Zerife Yatkin, die tagtäglich von einem Verein zum anderen läuft und dabei immer uns GRÜNE und unsere Vision von Wien mit im Gepäck hat. Über die Qualifikation von Georg Bürstmayer (Platz 20) brauchen wir erst gar nicht allzu viele Worte verlieren. Er wäre natürlich eine Bereicherung für jeden Gemeinderatsklub.

Ich renne also aus voller Überzeugung für mehr Mandate. Ich freue mich Teil des Grünen Teams zu sein und mit diesen unfassbar coolen Leuten gemeinsam Politik für und mit den Menschen zu machen.

Und weil wir bei uns in Ottakring ohnedies die FPÖ überholen, wird das mit den 18 Mandaten in Wien quasi zum Selbstläufer. 😉

2015 wird unsere Jahr. #race18 started.

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